Babyhaut ist generell etwas trockener als Erwachsenenhaut, da die Talgdrüsen nicht genügend Fett produzieren und die Temperaturregelung durch die Schweißdrüsen noch nicht vollständig entwickelt ist. Babys neigen dadurch zu Auskühlung oder Hitzestau! Entwicklungsschübe, Ernährungsumstellungen und unverträgliche Nahrungsbestandteile können schnell zu Rötungen, Pickeln oder Entzündungen führen.
Die typischsten Hauterkrankungen
- Neugeborenenakne bekommt etwa jedes fünfte Baby in den ersten sechs Wochen nach der Geburt. Die kleinen Pusteln, Mitesser und Pickelchen treten durch die Hormonumstellung nach der Geburt auf und müssen normalerweise nicht behandelt werden. Sie verschwinden nach zwei bis vier Wochen. Um zu vermeiden, dass das Baby die juckenden Pickel aufkratzt, sollten Sie ihm die Fingernägel schneiden.
- Grießkörner oder Hautgries sind kleine weiße Körnchen, die sich an den Ausgängen der Talgdrüsen bilden. Sie treten sehr häufig auf und können sich innerhalb von wenigen Tagen stark vermehren. Meistens verschwinden sie nach einigen Wochen von alleine.
- Schweißfriesel oder Hitzepickel sind kleine Hautbläschen, die besonders nach starkem Schwitzen oder bei Fieber auftreten. Sie sind harmlos und verschwinden normalerweise wieder schnell.
- Milchschorf tritt auf der Kopfhaut, an den Kniekehlen, an der Innenseite der Handgelenke und in den Ellenbeugen auf. Die Haut ist an den betroffenen Stellen gerötet, trocken, geschuppt und juckt oft. Solange nur die Kopfhaut betroffen ist, ist Milchschorf harmlos. Mit Öl kann die Kopfhaut einmassiert werden und der Milchschorf langsam gelöst werden. Er verschwindet im Laufe der ersten zwei Lebensjahre. Tritt Milchschorf vermehrt an anderen Stellen auf, sollten Sie einen Kinderarzt um Rat fragen. Er kann ein Anzeichen von Neurodermitis sein.
- Kopfgneis wird häufig mit Milchschorf verwechselt, ist aber viel harmloser. Hierbei treten gelbe fettglänzende Hautschuppen auf der Kopfhaut auf, die sich später grau verfärben. Es tritt kein Juckreiz auf. Kopfgneis lässt sich leicht entfernen, indem die Kopfhaut mit Babyöl massiert wird. Am nächsten Tag lassen sich die Hautschuppen mit einem Tuch abreiben.
- Storchenbiss ist ein roter Hautfleck, den viele Neugeborene am Hinterkopf, auf der Stirn oder am Augenlid aufweisen. Er tritt auf durch eine Erweiterung der kleinsten Blutgefäße. Je nach Temperatur und Durchblutung kann sich die Farbintensität verändern. Die meisten Storchenbisse verschwinden innerhalb des ersten Lebensjahres.
- Blutschwamm ist eine auffällige, jedoch harmlose Geschwulst, die durch die Erweiterung der Blutgefäße entsteht. Blutschwämme treten häufig am Kopf und Hals auf. Sie entwickeln sich unterschiedlich. Manche Blutschwämme werden langsam größer, andere bilden sich mit der Zeit zurück.
Weiterführende Literatur
Von Cramm, D.: Unser Baby: Das erste Jahr. 2007.




