21.01.2010

Babypflege

Für zarte Babyhaut

In Drogerien sind ganze Regalreihen mit Cremes, Lotionen, Shampoos, Badewasserzusätzen, Babypuder oder Ölen gefüllt. Doch was ist für die Körperpflege und Hygiene Ihres Nachwuchses wirklich wichtig? Welche Produkte sind überflüssig oder sogar schädlich?

Was Sie für die Pflege Ihres Babys benötigen

Grundsätzlich sollten Sie für die Babypflege nur Produkte ohne synthetische Zusätze wie Farb-, Duft- oder Konservierungsstoffe verwenden.

  • Babyöl: Für die Pflege der empfindlichen Babyhaut sollte eine Flasche Babyöl zur Standardausrüstung gehören. Die Haut Ihres Babys ist noch sehr dünn und nicht so elastisch. Wärme, Kälte, enge Kleidung oder Windeln führen sehr schnell zu Hautreizungen. Baby- oder Kinderöle haben den Vorteil, dass sie meist rein sind,  d.h. ohne Zusatzstoffe oder Duftstoffe und deshalb für Babys Haut besonders gut verträglich. Viele Kinderöle enthalten entzündungshemmende Stoffe. Ist die Haut Ihres Babys zu trocken, benutzen Sie lieber eine Kindercreme, denn Öle enthalten wenig Wasser und können die Haut austrocknen.
  • Kindercreme: Im Gegensatz zu vielen Hautcremes für Erwachsene, ist die Grundlage der Kindercremes meist rein pflanzlich und deshalb hautschonender. Kindercremes sollen die Haut Ihres Babys geschmeidig halten, ohne den natürlichen Fettgehalt anzugreifen. Cremen Sie nur dort, wo die Haut trocken erscheint. Für den Windelbereich ist eine zinkhaltige Creme sinnvoll. Diese schützt vor Rötungen und Entzündungen. Das Gesicht müssen Sie ansonsten nur dann eincremen, wenn es draußen sehr kalt oder windig ist (z. B. mit einer Allwetter-Creme).
  • Reinigungslotion: Sie sind besonders nützlich, wenn kein Wasser zur Verfügung steht, z. B. auf Reisen. Mit ihnen können Sie den Babypo besonders schonend von Verschmutzungen befreien. Unterwegs eignen sich auch öl- oder lotionsgetränkte Feuchttücher.

Worauf Sie achten sollten

  • Die Haut Ihres Babys verfügt noch nicht über den Säureschutzmantel eines Erwachsenen. Ebenso arbeiten die Talgdrüsen noch nicht richtig, so dass Ihrem Baby der schützende Fettfilm auf der Haut fehlt und diese sehr schnell austrocknet. Baden Sie Ihr Kind deshalb nicht zu oft. Alle drei bis sieben Tage reicht völlig aus. An den restlichen Tagen reicht eine „Katzenwäsche“, wobei Gesicht, Hände, Hautfalten und der Po gereinigt werden.
  • Ein Baby braucht kein Haarshampoo. Es reicht aus, wenn Sie etwas warmes Wasser über den Kopf schöpfen. Bei etwas älteren Kindern können Kindershampoos verwendet werden. Diese sollten möglichst mild sein, damit der Schaum nicht in den Augen brennt.
  • Babypuder ist nicht zu empfehlen. Denn einerseits staubt der Puder und kann deshalb von Ihrem Baby eingeatmet werden. Und andererseits verklumpt er schnell mit Resten von Urin und Stuhlgang und wirkt dann wie ein Scheuerpulver.
  • Lassen Sie Ihr Baby mindestens einmal am Tag eine Zeit lang nackt strampeln. Das steigert die Widerstandsfähigkeit der Haut und regt das Zellwachstum an.

Weiterführende Literatur:

Kratz, A.:  So macht Babypflege richtig Spass!: Die 7 wichtigsten Tipps, worauf Sie bei der Babypflege achten müssen! 2009. 

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