- Vorurteil: Räumen Sie zuerst mit Ihren eigenen Ressentiments auf, dem Baby kalte Winterluft nicht zumuten zu können. Im Gegenteil: Wenn Sie das Kind früh an winterliche Temperaturen gewöhnen, hat es keine Probleme damit. Vielmehr stärken Sie sein Immunsystem, wenn Sie täglich für kurze Zeit mit dem Baby rausfahren. Voraussetzung ist, dass Sie ihren kleinen Liebling gut anziehen und die empfindliche Haut schützen. Nur bei sehr niedrigen Temperaturen (unter minus acht Grad), scharfem Wind und Nebel (zu hohe Luftfeuchtigkeit) sollten Babys unter sieben Monaten lieber zu Hause bleiben.
- Kleidung: Sie sollte warm genug, aber nicht zu warm sein. Ein durchgehender Overall, Fäustlinge für die Hände, Fußsack und Decke für die Füße, unter dem Körper eine Styropor- oder Lammfellunterlage schützen Ihr Baby vor Kälte. Darunter bietet sich das Zwiebelprinzip (mehrere Schichten) an. Bei kaltem Wind klappen Sie das Verdeck des Wagens hoch und prüfen mehrmals auf einfache Weise die Temperatur des Kindes im Nacken, der warm aber nicht feucht sein sollte. Wenn das Kind schläft, sollte der Spaziergang nicht länger als eine halbe Stunde sein.
- Babyhaut: Sie ist viel zarter als die Haut der Erwachsenen, man sagt etwa fünfmal dünner. Daher trocknet sie schnell aus und muss besonders gepflegt werden. Das gilt für den Spaziergang bei Wind und Wetter ganz besonders und erfordert intensive Pflege. Insbesondere das Gesicht und die Ohren sind mit reichhaltigen Pflegecremes speziell für Babys gut zu schützen. Letztere enthalten fast kein Wasser, weil es auf der Babyhaut gefrieren könnte, dafür viel Fett und Wirkstoffe, wie Bienen-, Wollwachs, Mandelöl. Bei Sonne den UV-Schutz nicht vergessen. Gerade Letzterer wird oft unterschätzt, erst recht, wenn Sie in den Winterurlaub fahren. Verwenden Sie spezielle Kälteschutzcremes mit hohem Lichtschutzfaktor, mindestens LSF 15.
- Nach dem Spaziergang: Sind Sie wieder in der warmen Wohnung, trocknet nun die Heizungsluft die Haut des Babys aus. Sorgen Sie auch jetzt für den nötigen Schutzfilm mit Pflegecremes. Feuchtigkeitsverbessernd wirken auch Raumspringbrunnen oder einfach aufgestellte Wasserschüsseln bzw. nass aufgehängte Tücher im Kinderzimmer. Wollen Sie sich und Ihrem Baby eine besondere Freude bereiten, gönnen Sie ihm etwas Badespaß. Trocknen sie es danach gut ab und reiben Sie den kleinen Körper mit Pflegeöl ein, damit er richtig durchgewärmt und zugleich wieder gepflegt wird.
- Babygymnastik: Auch damit gelingt eine Stärkung des Immunsystems. Nehmen Sie sich hin und wieder zwei bis drei Minuten Zeit für leichte Übungen mit Armen und Beinen auf dem Rücken und dem Bauch. Dazu sollte der Säugling nackt sein, um die abhärtenden Reize auf die gesamte Haut einwirken zu lassen.
Weiterführende Literatur:




