Allerdings verläuft die Entwicklung unterschiedlich schnell. Die einen Kinder entwickeln sich in bestimmten Bereichen sehr schnell, die anderen scheinen dagegen regelrechte Spätzünder zu sein. Haben Sie Vertrauen in eine gesunde Entwicklung Ihres Kindes und unterstützen Sie seine motorische Entwicklung.
- Geben Sie Ihrem Kind Zeit. Jedes Kind hat sein persönliches Tempo. Babys gehen gewöhnlich zu keinem neuen Entwicklungsschritt über, bevor sie nicht den davor gemeistert haben. Eine rasche motorische Entwicklung ist kein Zeichen für besondere Intelligenz. Es ist ein Zeichen dafür, dass es Ihrem Baby gesundheitlich gut geht.
- Fordern Sie Ihr Baby nicht zu bestimmten Bewegungen auf, die es noch nicht kann. Wenn es noch nicht sitzen kann, so sollten Sie es lieber auf eine Decke legen. Wann es so weit ist, weiß es von ganz allein. Kindern, die vorher zum Sitzen oder Stehen angehalten werden, fehlt die biologische Reife, dies aus eigener Kraft zu schaffen.
- Geben Sie Ihrem Baby viel Körperkontakt. Bäuchlings auf Mutters oder Vaters Unterarm genießen die kleinen „Traglinge“ die Nähe ihrer Eltern. Das sanfte Schaukeln und die Wiegebewegungen trainieren den Gleichgewichtssinn, ohne den keine Koordination der zukünftigen Bewegungen möglich ist.
- Legen Sie Ihr Baby so oft wie möglich auf eine Krabbeldecke. So hat es die Chance zu lernen, sich alleine umzudrehen, zu strampeln und den Kopf aufzurichten. Achten Sie darauf, dass die Unterlagen fest sind und nicht zu leicht verrutschen, da sich sonst Ihr Baby nicht gut abstützen kann und möglicherweise schnell aufgibt.
- Die Frage der Bauch- oder Rückenlage wird immer wieder diskutiert. Für die Bauchlage spricht, dass das Baby gefordert ist, den Kopf zu heben und sich aufzurichten, eine wichtige Voraussetzung fürs Krabbeln und Laufen lernen. In der Rückenlage sind die Babys gefordert, sich mit der Zeit alleine vom Rücken zunächst auf die Seite und schließlich auf den Bauch zu drehen. Die Bauchlage kostet viel Kraft. Dabei verkrampft sich oft die Nacken- und Rückenmuskulatur. Irgendwann im ersten halben Jahr entdeckt ein Baby seine Rückenmuskulatur. Mit Wälzen und Rollen probiert es sie aus und trainiert dabei seinen Gleichgewichtssinn.
- Stören Sie es nicht beim Spielen, wenn es fröhlich seine Füßchen betrachtet oder genüsslich an einem Spielring knabbert.
- Helfen Sie Ihrem Kind nicht unnötig. Wenn es sich bemüht, nach einem Gegenstand zu greifen, sollten Sie ihm nicht gleich zur Seite kommen und ihm diesen geben. Nur so kann es die Erfahrung machen, aus eigener Kraft etwas zu schaffen.
Ganz wichtig: Tun Sie sich beim Umgang mit Ihrem Kind die Ruhe an und vertrauen Sie darauf, dass seine Entwicklung normal verläuft. Schenken Sie ihm viel Liebe und Geborgenheit. Genießen Sie seine Individualität! Die Entwicklung zum „Läufer“ lässt sich nicht aufhalten!
Weiterführende Literatur:




