Psychologen warnen vor einem Zuviel an Reizen, die das Baby unruhig und quengelig werden lassen. Babys haben von sich aus einen natürlichen Schutz, um sich vor Reizüberflutung abzuschotten: sie schauen weg, schließen die Augen oder wenden den Kopf ab.
Treffpunkt für Mütter
In einer Krabbelgruppe oder einer Pekip Stunde sind die Bedürfnisse des Babys einer festen Programmgestaltung unterworfen. Die Krabbelgruppe macht zwar Spaß, aber nicht ununterbrochen zwei Stunden lang. Und nicht unbedingt immer jeden Dienstag von 15 bis 17 Uhr. Eltern und insbesondere Mütter sind in einem inneren Zwiespalt: mit dem Kind hat sich das gesamte Leben verändert. Die Erziehungszeit bricht mit vielen Gewohnheiten und Selbstverständlichkeiten aus dem „früheren“ Leben. Es tut gut, sich jetzt mit Gleichgesinnten in Spielgruppen zu treffen und auszutauschen, die wissen, was es bedeutet, die dritte schlaflose Nacht in Folge zu haben oder mit einem schreienden Kind auf dem Arm Mittagessen zu kochen. Krabbelgruppen und Kurse bieten jungen Eltern die beste Möglichkeit, aus der Isolation herauszukommen und neue Kontakte zu knüpfen.
Babys haben ihren eigenen Rhythmus
Wenn das Baby dabei nicht mitspielt, weinerlich ist und keinen Kontakt zu den anderen spielenden Krabblern sucht, ist sein Bedürfnis ein anderes. So schwer es auch fällt: Babys möchten ihren Tagesablauf in Maßen selbst bestimmen können. Sie brauchen aufmerksame Eltern, die sich nicht durch einen starren, hektischen Tagesablauf und vorgeplante, feste Programmeinheiten davon abhalten lassen, ihr Baby kennen zu lernen. Herauszufinden, was dem Baby gut tut, hängt davon ab, wie viel Zeit und Ruhe Eltern sich mit ihrem Kind allein gönnen. Die genauen Tonlagen zu deuten, wenn das Baby mal klagend, zornig oder angstvoll weint, die Bewegungen und Blicke zu verstehen, daraus entwickelt sich ein tiefes, inneres Verständnis und ein gegenseitiges Miteinander.
Damit das Bedürfnis von Müttern nach Kontakt zu anderen Müttern nicht zu kurz kommt, kann eine Krabbelgruppe auch für eine halbe Stunde besucht werden. Aus dem Babyschwimmkurs lässt sich eine Privatinitiative schneidern, die zu Viert oder Sechst zwangloser ist als im großen Kreis. Eine Krabbelgruppe sollte nicht zu früh besucht werden. Ein guter Zeitpunkt ist ab dem sechsten Lebensmonat. Viele Babys haben jetzt ihren Tagesrhythmus mit festen Schlafzeiten gefunden. Auch werden sie immer beweglicher. Voller Begeisterung vergrößern sie ihren Aktionsradius und gehen auf Entdeckungstour. Nun werden auch andere Babys interessant. Dennoch sollten Sie an sich selbst denken: mit anderen Müttern abends gemütlich in die Pizzeria zu gehen, sorgt für mehr Entspannung als ein unruhiger Kurs am Vormittag.
Weiterführende Literatur:




