03.03.2010

Kinderbetreuung

Von der Tagesmutter bis zur Kita

Viele Mütter haben nach der Geburt ihres Kindes den Wunsch, schnell wieder in den Beruf einzusteigen. Doch um Beruf und Familie zu vereinbaren, muss eine zuverlässige Kinderbetreuung organisiert werden. Besonders die Betreuung der unter Dreijährigen ist in Deutschland lückenhaft. Für viele Eltern bleibt oft nur die Möglichkeit, eine Tagesmutter zu engagieren oder die Hilfe von Verwandten und Freunden in Anspruch zu nehmen.

Kindertagesstätte

Die meisten Eltern entscheiden sich für eine Kindertagesstätte, sobald ihr Kind drei Jahre alt ist.  Gerade für Einzelkinder ist der Besuch einer Kita ein wichtiger Sozialisationsschritt. Melden Sie Ihr Kind so früh wie möglich für einen Kita-Platz an. Seit 1996 hat zwar jedes Kind einen Anspruch auf einen Kita-Platz, die einzelnen Bundesländer haben diesen Anspruch jedoch sehr unterschiedlich definiert. Das Gesetz beinhaltet nicht das Recht auf einen Ganztagesplatz, wenngleich viele Kindertagesstätten eine Betreuung über Mittag anbieten. Für die unter Dreijährigen gibt es nur wenige Betreuungsplätze in den Kindergärten. Erkundigen Sie sich rechtzeitig (z.B. beim Jugendamt) danach.

Elterninitiativen

Elterninitiativen erfordern viel persönliches Engagement. Eltern organisieren die Kinderbetreuung außerfamiliär und eigenverantwortlich. Über die Bundesarbeitsgemeinschaft Elterninitiativen können Sie sich nach Elterninitiativen in Ihrer Nähe erkundigen.

Au-pair

Eine ideale Verbindung aus Kinderbetreuung und Haushaltshilfe ist ein Au-pair. Voraussetzung ist jedoch Ihre Bereitschaft, einen jungen Menschen aus dem Ausland - bei freier Kost und Logis, mit monatlichem Taschengeld von ca. 250 Euro - in Ihrem Haus wohlwollend aufzunehmen, ihm Land, Leute, Sprache und Kultur zu vermitteln. In erster Linie kümmern sich Au-pairs um die Kinder. Sie ersetzen keine Putzfrau, auch wenn sie leichte Hausarbeiten übernehmen. Die Arbeitszeit des Au-pairs beträgt etwa sechs Stunden täglich. Es leistet unterstützende Hilfe und sollte auch am Familienleben teilnehmen dürfen.

Tagesmutter, Kinderfrau

Eine Tagesmutter betreut Ihre Kinder in der Regel in ihrem Haushalt. Sie „simuliert“ einen ganz normalen Tagesrhythmus: Frühstück, Spielen, ein Ausflug in den Zoo, Mittagessen, Mittagschlaf, Spielen usw. bis Sie Ihr Kind wieder abholen. Die Kinderfrau dagegen kommt zu Ihnen nach Hause. So bleibt Ihr Kind in seiner gewohnten Umgebung. Ähnlich wie eine Tagesmutter begleitet sie Ihr Kind durch den Tag – umsorgt es und spielt mit ihm. Sie können mit Ihrer Kinderfrau auch besprechen, ob sie kleinere Tätigkeiten im Haushalt übernimmt.

Babysitter, Notmütter

Auch jede noch so gut organisierte Kinderbetreuung weist hin und wieder Lücken auf. Wenn Sie ein Betreuungsproblem haben, das Sie möglichst schnell lösen müssen, bieten sich Babysitter an. Tritt ein unerwarteter Betreuungsnotfall ein, beispielsweise weil Sie alleinerziehend sind und plötzlich ins Krankenhaus müssen, dann können Sie sich an den Notmütterdienst in Frankfurt wenden. Der Notmütterdienst Familien- und Altenhilfe e.V. bietet Ihnen eine Betreuung rund um die Uhr im gesamten Bundesgebiet.

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