- Bad: Ziehen Sie die Dusche dem Vollbad vor. Für ein Vollbad benötigen Sie zwischen 120 und140 Liter Wasser. Ein Duschbad verbraucht dagegen nur ca. 50 Liter. Stellen Sie beim Duschen das Wasser ab, während Sie sich einseifen. Ähnliches gilt fürs Zähne putzen oder für die Nassrasur: Vermeiden Sie unnötigen Wasserabfluss. Durchflussbegrenzer können den Wasserdurchfluss beim Duschen von 15 bis 20 Liter auf 10 bis 12 Liter pro Minute reduzieren.
- Armaturen: Spezielle Perlatoren an den Dusch- und Waschbeckenarmaturen sorgen dafür, dass dem Wasserstrahl Luft beigemischt wird. Dadurch erhält der Wasserstrahl trotz geringerem Durchlauf sein Volumen. Sie sparen also Wasser und merken es nicht einmal. Einhebelmischer am Waschbecken werden meist in einem Zug bis zum Anschlag nach oben gezogen. Einhebelmischer mit Zweigangschaltung verfügen dagegen über einen Widerstand bei mittlerer Durchflussmenge, so dass verhindert wird, dass Sie ungewollt eine zu große Wassermenge durchlaufen lassen. Wer Armaturenbatterien mit zwei Drehgriffen (kalt/warm) hat, sollte diese gegen Einhandmischer austauschen.
- Toiletten: Moderne Spülkastensysteme an den Toiletten sind mit Spartasten, Spül-Stopp-Tasten oder Zwei-Mengen-Spülungen ausgestattet, damit Sie die Menge des durchlaufenden Wassers dem Bedarf anpassen können. Rund 30 Prozent des Tagesverbrauchs an Wasser wird durch die Toilette gespült. Wenn der Spülkasten defekt ist, sollten sie ihn möglichst schnell reparieren lassen. Etwa 5.000 Liter Wasser rinnen ansonsten pro Jahr ungenutzt in den Abfluss. Ein tropfender Wasserhahn kommt innerhalb von zwölf Monaten auf etwa 800 Liter im Jahr.
- Küche: Moderne Küchen- und Haushaltsgeräte sind meist mit energie- und wassersparenden Sparprogrammen ausgestattet. Spülen Sie deshalb Ihr Geschirr nicht mit der Hand, sondern im Geschirrspüler. Waschen oder spülen Sie aber erst dann, wenn die Wasch- oder Spülmaschine voll ist. Achten Sie beim Kauf von Haushaltsgeräten auf ihren Wasserverbrauch. Sparsame Geräte (Energiesparstufe AAA) können um die Hälfte einsparen. Das Gleiche gilt für Geschirrspül-Maschinen.
- Garten: Gießen Sie Ihre Pflanzen nur, wenn es wirklich nötig ist. Ein während einer Trockenperiode gelb gewordener Rasen erholt sich mit dem ersten Regen relativ schnell wieder. Lassen Sie Ihren Rasen etwas länger stehen, er trocknet dann nicht so schnell aus. Achten Sie darauf, dass Sie Ihre Pflanzen und nicht Ihre Betonplatten gießen. Zudem ist es sinnvoll, in den Abendstunden und nicht in der prallen Mittagssonne zu gießen. Eine weitere Sparmaßnahme: Fangen Sie Regenwasser in einer Regentonne und nutzen es für die Bewässerung Ihrer Pflanzen. Wer seine Rasenfläche regelmäßig sprengt, der sollte eine Sprengwasseruhr einbauen lassen. Dann fallen die Abwassergebühren weg.
11.11.2009
Wasser sparen
Viel Sparpotential für Familien
Zwischen 80 und 120 Liter Wasser verbraucht ein Mensch in Deutschland am Tag im Durchschnitt. Für eine vierköpfige Familie kommen schnell 400 bis 500 Liter täglich zusammen. Nur vier Prozent werden davon für Getränke und zum Kochen genutzt. Wasser ist ein kostbarer Rohstoff, der zunehmend knapper und teurer wird. Zunehmende Flächenversiegelung, Wasserverschmutzung und die intensive Landwirtschaft haben ihren Anteil daran.
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