10.02.2010

Mit Kindern die Natur entdecken

Wichtig für die kindliche Entwicklung

Kinder sind Forscher und Abenteurer zugleich. Nicht zuletzt aus diesem Grunde ist es für sie ein großes Erlebnis, die Vielfalt der Natur hautnah zu erleben. Dabei ist es ihnen egal, ob die Sonne scheint oder ob es regnet. Denn hier können sie Vögel beobachten, über Felder und Wiesen laufen, Gräser bestimmen, Blumen, Stöckchen und Steine sammeln, sich verstecken, toben, Fährten lesen oder Ameisen beobachten.

Das Leben in und mit der Natur schult nicht nur ihre Sinne, sondern auch den Verstand. Alle Erfahrungen, die ein Kind hier sammelt, formen seine Persönlichkeit. Nehmen Sie sich daher gemeinsam mit Ihrem Kind die Zeit, in einem schönen Fleckchen Natur die Geheimnisse der Welt zu erkunden.

So kann Ihr Kind die Natur entdecken

  • Kinder brauchen nicht viel, um ihren kindlichen Forscherdrang zu stillen: am schönsten ist es, wenn Sie Ihrem Kind vorleben, was es bedeutet, mit offenen Augen durch die Welt zu gehen.
  • An einen ausgiebigen Waldspaziergang wird sich Ihr Kind lange erinnern – erst Recht, wenn Sie dort Pilze und Beeren gesammelt haben oder eine Schnitzeljagd veranstaltet haben. Erkunden Sie den Wald auch ruhig einmal bei Regenwetter, sehen Sie sich gemeinsam den Tau auf den Blättern und auf der Wiese an oder schnitzen Sie einfach nur Stöcke.
  • Um das „Abenteuer Natur“ zu wagen, brauchen Sie kein Fachwissen. Es gibt kleine handliche Bestimmungsbücher, die unterwegs gute Dienste leisten. Mit einer Becherlupe, die es in Spielwarengeschäften zu kaufen gibt, können die kleinen Forscher Würmer, Käfer oder Spinnen studieren. Interessante Insekten spüren Sie unter Steinen, im trockenen Laub oder unter Baumrinden auf. Legen Sie die Tiere vorsichtig in die Becherlupe. Achten Sie darauf, dass die Tiere nach genauer Betrachtung wieder vorsichtig in die Natur zurückgesetzt werden.
  • Für eine gesunde Entwicklung Ihres Kindes ist es wichtig, Erfahrungen in der Natur zu sammeln. Der Bachlauf, der übersprungen wird, das Klettern an einem kleinen Felsen, das Balancieren auf einem Baumstamm oder auf einer Mauer – all das trainiert die motorischen Grundfertigkeiten wie Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit, Beweglichkeit und Koordination.

Basteln mit Naturmaterialien

Zu Hause können Sie dann gemeinsam mit Ihrem Kind Spielzeug aus Naturmaterialien herstellen. Im Wald gibt es viele Kleinigkeiten zu entdecken, aus denen sich lustige Figuren gestalten lassen. Kinder sehen in klobigen Wurzeln, knorrigen Ästen und durchlöcherten Rindenstücken Fantasiegestalten. Nehmen Sie einfach ein paar Wurzeln oder Äste mit nach Hause, säubern Sie sie ein wenig und kleben Sie ein paar Blätter, Tannennadeln oder Wollfäden als Haarschopf an. Befestigen Sie dann mit Klebstoff einfach zwei dunkle Kaffeebohnen, Steine oder leere Schneckenhäuser als Augen und schon ist ein kleiner Waldschrat fertig, zu dem sich noch mehrere Freunde gesellen können.

Schon früh können Kinder Respekt vor der Natur entwickeln und begreifen, dass jedes Lebewesen seinen Lebensraum hat, den es zu schützen gilt. Indem Geheimnisse erforscht und Zusammenhänge begriffen werden, entwickeln Kinder ein ausgeprägtes Gefühl für ihre Umwelt. Kinder, die einen positiven Bezug zur Natur haben, werden auch als Erwachsene verantwortungsvoll mit ihr umgehen.
 

 

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