27.01.2010

Laufräder

Fahrspaß mit Vorsicht

Als Trendsetter haben sie Furore gemacht: Laufräder sind seit einigen Jahren der Hit. Sie bereiten Kinder auf das spätere Fahrradfahren vor, indem Gleichgewicht, Bewegung und Reaktion geschult werden. Doch wie steht es um die Sicherheit der kleinen Fahrräder ohne Kette und Pedalen?

Auf Sicherheit achten

  • Die wichtigste Vorsicht betrifft den Kauf des Laufrades selbst. Der Laufradboom hat zu unseriösen Angeboten geführt: Verbraucherschützer deckten instabile Lenkergabeln, gebrochene Radaufhängungen und Giftstoffe in Lenkgriffen und Sätteln auf. Beim Kauf sollte daher unbedingt auf das GS-Zeichen geachtet werden.
  • Manche Modelle besitzen die Sicherheitsausstattung richtiger Fahrräder, wie Bremsen oder Seitenständer, die aber von manchen Experten als überflüssig (da die meisten Kinder mit den Schuhen bremsen bzw. ihr Rad einfach hinlegen) oder gar potentiell unfallträchtig eingestuft werden. Reflektorstrahler sollten aber schon sein.
  • Testen Sie das Rad zusammen mit Ihrem Kind im Geschäft. Es sollte bequem auf dem Sattel sitzen können. Der Einstieg sollte möglichst tief, Sattel und Lenker aber höhenverstellbar sein.

Nicht zu früh anfangen

Zunächst einmal: das „richtige“ Einstiegsalter für das Laufradfahren gibt es nicht, bzw. es hängt von der Entwicklung des Kindes ab. Manche Laufräder werden bereits für Zweijährige angeboten. In diesem Alter können aber die wenigsten Kinder ihre Körper ausreichend beherrschen. Die Folge sind Fehlversuche und verlorener Spaß. Daher sollten Kinder erst ab  drei Jahren aufs Laufrad steigen.

Straßenverkehr meiden

  • Kleine Kinder brauchen alle Konzentration auf das, was sie gerade tun. Daher sollten sie nur in einer sicheren Umgebung ohne Straßenverkehr auf das Laufrad steigen. Schulhöfe, Spielplätze oder Fußgängerzonen eignen sich sehr gut. Steile Wege sind zu vermeiden, da die Kleinen bei hohem Tempo schnell die Kontrolle über ihre Räder verlieren. Und selbstredend sollten Eltern ihren Nachwuchs so wenig wie nur möglich aus den Augen lassen.
  • Bei dieser Gelegenheit sollten vom ersten Tag an gewisse Verkehrsregeln eingeübt werden – etwa abzusteigen, wenn eine Straße erreicht wird. Auch ist es ratsam, Kinder von Beginn an zur Helmpflicht zu erziehen, denn dieser Kopfschutz bewahrt nicht nur Fahrradfahrer vor Sturzverletzungen.

Weiterführende Literatur:

Peter de Leuw: Fahrräder: Richtig auswählen, sicher fahren. Mit Checklisten und Sicherheitshinweisen. 2007.

 

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