09.02.2010

Abends das Gehirn abschalten

Einfache Entspannungsübungen

Geistige Entspannung ist wichtig für Körper und Seele. Wer sich nach Feierabend oder zuhause nicht von beruflichen Sorgen lösen kann, ist anfälliger für Krankheiten aller Art. Doch es gibt einfache Mittel, den Stress abzuleiten: Entspannungsübungen!

Meist handelt es sich um die einfachsten Grundübungen anerkannter Philosophien, wie wir sie aus östlichen Religionen kennen. Um aber auch wirklich die beabsichtigte Wirkung zu erzielen, sollten die Übungen regelmäßig durchgeführt werden.

  • Autogenes Training ist quasi eine Art Selbsthypnose als Weiterführung der Meditation. Hierbei stellen Sie sich bestimmte Dinge ganz fest vor, bis Sie sie förmlich fühlen können. Durch Konzentration auf die Vorstellung, das z.B. bestimmte Körperteile leicht oder schwer werden, verbannen Sie störende Gedanken, senken Atem- und Herzschlagfrequenz.
  • Meditation ist die Konzentration auf ein bestimmtes Gedanken-Bild unter Ausschaltung aller störenden Reize (nützliche Reize wie leise Musik sind natürlich willkommen). Hierzu brauchen Sie es keine speziellen Kenntnisse. Es geht im Grunde einfach nur darum, eine gewisse Zeitlang nur an etwas Schönes oder Positives zu denken.
  • Als Progressive Muskelentspannung wird die rhythmische, langsame An- und Entspannung einzelner Muskeln oder Körperteile bezeichnet. Hierdurch werden sie geschmeidiger und verkrampfen nicht so schnell, wenn sie im Alltag unversehens gefordert werden.
  • Yoga hat sich als Entspannungsmethode längst etabliert. Ein wichtiges Grundelement ist die Atemübung: Die Arme werden während des Einatmens nach vorn und dann nach oben gestreckt, bevor sie während des Ausatmens langsam wieder nach unten wandern. All dies sollte bewusst langsam geschehen.
Die älteste und bewährteste Entspannungsübung aller Zeiten ist allerdings der Umgang mit einem Haustier. Für Entspannung sorgen nicht nur die langsamen, rhythmischen Bewegungen und das warme, weiche Fell, sondern vor allem die positiven Reaktionen ihres Schützlings. Ein einziger Blick aus Hunde- oder Katzenaugen hat schon manchen beruflichen Ärger als "völlig unwichtig" in den Papierkorb befördert. Manche große Persönlichkeit hatte ein Haustier als Beichtvater, und schon Konfuzius soll gesagt haben, „wenn jeder Staatsmann abends eine Katze streichelte, ginge es auf Erden viel vernünftiger zu.“

Weiterführende Literatur

Robert Sonntag:  Blitzschnell entspannt: 100 verblüffend leichte Wege stressige Alltagssituationen zu bewältigen (2009)
© vitawo 2010