24.02.2010

Frühjahrsmüdigkeit

Helfen Sie Ihrem Organismus auf die Sprünge

Die ersten warmen Tage sind in Sicht. Doch während die einen im Frühling regelrecht aufblühen, macht vielen anderen die so genannte Frühjahrsmüdigkeit zu schaffen. Sie sind träge, müde und ständig abgespannt, obwohl keine erkennbaren Gesundheitsprobleme bestehen. Schuld daran sind wechselnde Hormonwerte und sinkender Blutdruck - der Organismus muss sich auf die neue Jahreszeit umstellen. Es liegt an Ihnen, ihm auf die Sprünge zu helfen: Mit richtiger Ernährung und ausreichend Bewegung.

Denn außer niedrigem Blutdruck, der im Winter automatisch etwas höher ist, weil die Blutgefäße sich zusammenziehen, spielen auch die Hormone eine wichtige Rolle. Das "Gute-Laune-Hormon" Serotonin ist vom Körper nach dem langen Winter fast völlig aufgebraucht, dagegen ist vom "Schlafhormon" Melatonin mehr als genug vorhanden. Im Frühling muss neues Serotonin produziert und das überschüssige Melatonin abgebaut werden; der Organismus muss sich grundlegend umstellen - und das kostet Kraft, auch wenn wir es nicht bewusst wahrnehmen. Wir merken lediglich, dass sie anderswo fehlt.

Was Sie selbst tun können

  • Gehen Sie möglichst eine Stunde am Tag an der frischen Luft spazieren, auch wenn es noch kalt ist oder regnet. Ein Spaziergang regt den Kreislauf auf schonende Weise an und versorgt die Zellen mit Sauerstoff.
  • Nutzen Sie die Treppe statt des Fahrstuhls. Steigen Sie eine Station früher aus dem Bus und laufen Sie den Rest.
  • Gehen Sie zeitig zu Bett, damit kein Schlafdefizit entsteht. Denn da es morgens früher hell wird, wacht man auch automatisch früher auf.
  • Essen und trinken Sie frische, vitaminreiche Kost, damit der Stoffwechsel einwandfrei funktioniert. Gemüse- oder Obstsaft können Sie sich auch aus frischen Früchten pressen.
  • Essen sie mehrere kleinere Mahlzeiten. Zu üppige und schwere Nahrung belastet den Stoffwechsel und hemmt dadurch den Kreislauf - sie macht zusätzlich müde.
  • Vergessen Sie nicht zu trinken! Flüssigkeitsmangel zeitigt oft dieselben Symptome wie Frühjahrsmüdigkeit, kann diese also unnötig verstärken.

Im Übrigen empfiehlt es sich, den Griff zu Aufputschmitteln und ähnlichem zu unterlassen und die Frühjahrsmüdigkeit als das zu akzeptieren, was sie ist: Ein jahreszeitlich bedingtes Massenphänomen, das so normal und natürlich ist wie die Jahreszeiten selber. Wer sich nach Möglichkeit mit ihr arrangiert und sie nicht mit Gewalt bekämpfen oder unterdrücken will, erspart sich zusätzlichen Stress, Frust und Ärger. Denn dafür ist der Frühling nun wirklich zu schade.

 

Weiterführende Literatur:

 

 

Hademar Bankhofer: Fit durchs Jahr mit Hademar: Tag für Tag fit und gesund bleiben. 2008. 
© vitawo 2010