Mögliche Auslöser von Migräne
Als Ursache der Migräne wird eine Schutzfunktion des überempfindlichen Gehirns vermutet. Ausgelöst werden die Anfälle durch eine Vielzahl biologischer Faktoren (genetisch und hormonell - bei Frauen z. B. Hormonschwankungen im Monatszyklus), aber auch durch Umwelteinflüsse (schlechte Luft, extremes Wetter) und Lebensumstände (Stress, wenig Schlaf, Reizüberflutung, körperliche und emotionale Belastung). Auch das abrupte Nachlassen von Anspannung (z. B. am Wochenende) kann Migräneanfälle auslösen. Ebenfalls eine Rolle spielen Übergewicht, Flüssigkeitsmangel und der Konsum von Suchtmitteln (Alkohol, Nikotin).Symptome
Typisch für Migräne ist halbseitig auftretender, pochender oder bohrender Schmerz, von Licht- und Geräuschempfindlichkeit sowie Übelkeit begleitet. Etwa jeder sechste Migränepatient erlebt eine „Aura“, ein schmerzfreies Vorstadium von bis zu einer Stunde, bestehend aus Seh- oder Sprachstörungen, Schwindel oder ein Gefühl der Taubheit in Gesicht oder Gliedmaßen. Weitere Vorboten sind Müdigkeit und Heißhunger auf Süßes oder Fettes.Was kann ich selbst gegen Migräne tun?
Da Migräne psychische Ursachen haben kann, sollten Sie einige Grundregeln beherzigen:- Führen Sie ein Kopfschmerz-Tagebuch. Halten Sie Zeitpunkt, Abstände und Schwere Ihrer Attacken fest. So kann Ihr Arzt die Auslöser feststellen und seine Behandlung einstellen.
- Schlafen Sie so regelmäßig, wie es irgend geht.
- Vermeiden Sie starke Temperaturschwankungen.
- Legen Sie sich bei einem akuten Anfall in ein dunkles, ruhiges Zimmer und kühlen Sie die Stirn mit einem Eisbeutel oder einem nassen Lappen.
- Fragen Sie Ihren Arzt nach physiologischen Verfahren wie progressive Muskelentspannung oder Akupunktur.
- Nehmen Sie Schmerzmittel nur nach Absprache mit Ihrem Arzt. Langfristige Einnahme kann zu Dauerkopfschmerz oder Nierenleiden führen.
Sigrid Oldendorf-Caspar: Migräne meistern. Hilfe zur Selbsthilfe: Ernährung, Entspannung, Naturheilkunde (2008)




