Geschichte und Konzept
Die Behandlung entwarf im 19. Jahrhundert der Arzt Wilhelm Schüßler aus der Homöopathie. Statt unzähliger Mittel beschränkte sich Schüßler auf 12 Mineralsalze oder auch Funktionsmittel, später kamen weitere 12 dazu.
Krankheiten sind laut Schüßler der Ausdruck dafür, dass dem Körper Lebenssalze fehlen, sich seine Moleküle im Zellstoffwechsel nicht ungehindert bewegen können. Im Kampf gegen Krankheitserreger verlören die Zellen Mineralstoffe, wenn diese nicht aufgefüllt würden, erkranke der Mensch.
Bei welchen Krankheiten können Schüßler-Salze angewendet werden?
Laut Schüßler sind „biochemische Mittel, nach richtiger Wahl angewendet, zur Heilung aller durch innerliche Mittel heilbare Krankheiten“ geeignet. Schüßler-Salze werden meist zusätzlich zur Schulmedizin angewendet. Die Diagnose der Krankheit geschieht beim erfahrenen Anwender durch die Betrachtung des Gesichts des Patienten (Antlitzdiagnose). Besonders bei Krankheiten wie
- Bindehautentzündung
- Abszessen
- Erschöpfungszuständen
- Zu hohem Gewicht
- Gicht und Rheuma
- Hautkrankheiten
- Knochen- und Zahnleiden
- Krämpfen und Koliken
- Schmerzen
- Wunden
finden Schüßler-Salze ihre Anwendung.
Wie wenden Sie Schüßler-Salze richtig an?
- Zur Selbstbehandlung lassen Sie sich in der Apotheke beraten. Schüßler-Salze sind frei verkäuflich, Tipps finden Sie in der umfangreichen Literatur zum Thema.
- Die Funktionsmittel enthalten in geringer Dosis Mineralstoffe und werden meistens in Tablettenform eingenommen. Die Einnahme sollte vor dem Essen erfolgen.
- Wird durch eine Nierenfunktionsstörung weniger Kalium und Kalzium ausgeschieden, kann die Gabe dieser Salze auf Dauer gefährlich werden!
- Ersetzen Sie durch Schüßler-Salze nicht Therapien wie die Gabe von Antibiotika, denn hier liegt die Krankheitsursache eher bei den Infektionskeimen, die bekämpft werden müssen.
- Informieren Sie sich über Nebenwirkungen und Wechselwirkungen wie bei allen anderen Präparaten auch.
Da die Wirkungsweisen nicht belegt sind, sollten Sie entscheiden, ob Schüßler-Salze wirklich ihrem Ruf gerecht werden können. Das Risiko ihrer Anwendung ist aber gering.
Weiterführende Literatur




