Oft unterschätzt: die Rolle der Psyche
Wenn die Seele belastet ist, verkrampft die Muskulatur. Und bei Verspannungen lassen die Schmerzen nicht lange auf sich warten. Wer überhöhte Leistungsanforderungen an sich selbst richtet und auf sämtliche Signale der Überbeanspruchung, die sein Körper aussendet, nicht hört, bei dem sind Muskelverspannungen und Rückenprobleme vorprogrammiert.
So beugen Sie vor
Da die meisten Rückenbeschwerden allerdings nach wie vor von körperlicher Belastung herrühren, sollten Sie einige goldene Regeln beachten, um Ihren Rücken zu schonen:- Vermeiden Sie Übergewicht
- Nehmen Sie eine aufrechte Haltung ein
- Beim Bücken, wenn möglich, in die Knie gehen
- Bei sitzenden Tätigkeiten öfter mal aufstehen
- Setzen Sie beim Lastenheben die Oberschenkel ein
- Regelmäßige Entspannungspausen sind unverzichtbar
- Gehens Sie abends regelmäßig spazieren
Wann ein Arztbesuch fällig ist
Wenn Sie bereits Beschwerden haben, konsultieren Sie auf jeden Fall Ihren Arzt. Das gilt erst recht, wenn- Ihr Bewegungsspielraum eingeschränkt ist, (Sie sich z.B. nicht bücken können).
- Bei Muskelschwäche, Lähmung, Gefühllosigkeit oder
- anderen Ausfallerscheinungen, etwa Stuhl- oder Harnproblemen
Ihr Arzt wird je nach Diagnose eine medikamentöse, physikalische (Krankengymnastik, Wärmeanwendungen) oder eine chiropraktische Therapie verordnen. Bei Beschwerden, die länger als drei Monate anhalten, hilft eine Kombination von chiropraktischer Behandlung und Fitnesstraining. In jedem Fall empfiehlt es sich, Entspannung zu suchen und Geduld zu haben. Denn Schmerzen verschwinden nicht auf Kommando.
Weitere Literatur:
Mathias Dunkel: Das Kreuz mit dem Kreuz: Rückenschmerzen psychosomatisch verstehen und behandeln (2007)




