10.08.2009

Musik runterladen

Welche Musik aus dem Netz ist eigentlich legal?

Unwissenheit schützt vor Strafe nicht, und bei unwissenden Teenagern haften oft die Eltern, wenn es durch den Download von Musik aus dem Internet zu Urheberrechtsverletzungen kommt.

Die neueste Musik als MP3 runterzuladen – möglichst auch noch kostenlos – kann schnell zu einer Abmahnung durch die Musikindustrie führen, ist nicht immer legal. Das kann Ihnen und Ihren musikhungrigen Kindern eine Menge Ärger machen und Geld kosten.

Internet und Datei-Download wird immer beliebter

Eine aktuelle Studie der öffentlich-rechtlichen Fernsehsender belegt, dass die Suche nach visuellen Dateien oder Musik im Internet immer beliebter wird. 62 Prozent der befragten User laden sich Musik oder Videos herunter, stellen Medien ein, sehen im Internet fern oder hören Radio.

Musik tauschen?

Die aktuellen Charts sind aus kommerziellen Gründen entstanden. Nicht nur der Interpret, sondern auch ein ganzer Industriezweig will an der Musik verdienen. Darum sind Möglichkeiten, diese Musik gratis zu downloaden eher fragwürdig. Auch in den Tauschbörsen können schnell Urheberrechtsverletzungen auftreten, wenn jemand geschützte, fremde Daten hoch lädt oder auch downloaded. Unwissenheit schützt aber vor Strafe nicht, bei häufigen Verletzungen des Urheberrechts kann eine Abmahnung mehrere tausend Euro kosten. Da das Urheberrecht aber sehr komplex ist, sollten Sie sich im Zweifelsfall kompetente Hilfe von einem Anwalt für Medienrecht holen. Erste Tipps und Hinweise finden Sie unter www.iRights.info oder unter www.klicksafe.de.

Tipps für den Umgang mit dem Datei-Download

  • Informieren Sie sich über die Musikportale, die Ihre Kinder nutzen.
  • Die aktuellen Charts als MP3 können Sie sich auch bei den Sendungen von Internet-Radiosendern für den privaten Gebrauch (!) aufnehmen.
  • Vergewissern Sie sich, dass Sie oder Ihre Kinder auf kostenlosen Portalen oder Tauschbörsen keine Urheberrechte verletzen könnten. Sprechen Sie mit Ihren Kindern über die Risiken und rechtlichen Aspekte.
  • Unbedenklich sind folgende kostenlose Portale für den Musikdownload: www.besonic.com; www.musicdownload24.de oder www.tonspion.de.
  • Ganz sicher gehen Sie, wenn Sie Ihren Kindern erlauben, auf kostenpflichtigen Portalen Ihre Musik herunterzuladen. Mittlerweile werden zur Kostenkontrolle Flatrates angeboten. Im Durchschnitt kostet ein Song einen Euro – auch auf Dauer günstiger als eine Abmahnung. Portale sind: www.napster.de; www.musicload.de; www.itunes.com/de oder www.mp3.de.
  • Eine Info-Broschüre „Jugendliche, Musik und das Internet“ können Sie sich auf klicksafe.de völlig legal downloaden.

Weiterführende Literatur

Cantzler, M.: Rechtliche Probleme beim Musikdownload, 2009.

© vitawo 2010