Ab ins Ausland
Bisher war es bei einer Sprachreise meist so, dass die Kinder in ein fremdes Land reisten, um dort die Ferien mit einer Gastfamilie zu verbringen. Auf dem Plan steht täglicher Unterricht am Vormittag in Englisch, Franösisch oder Spanisch. Am Nachmittag gibt es ein spannendes Freizeitprogramm mit Ausflügen und Besichtigungen, um nebenbei auch die Kultur des Landes kennenzulernen. Vor allem für ältere Schüler eine gute Möglichkeit, schlechte Noten in Englisch oder Französisch aufzupolieren – aber auch keine ganz kostengünstige Alternative: Eine Reise nach England kann da schon einmal über 1.500 Euro für etwa drei Wochen kosten.
Alternative: Sprachcamps in Deutschland
Um die Anreise zu sparen, bieten einige Anbieter jetzt Sprachcamps in Deutschland an. Das ermöglicht unkompliziert auch jüngeren Kindern ein Sprachbad in den Ferien, und die Reise wird günstiger, da auf einen Flug oder eine Fährüberfahrt verzichtet werden kann.
Worauf Sie achten sollten
- Der Unterricht wird von Muttersprachlern gehalten, die eine qualifizierte Lehrbefähigung haben. Außerdem sind bei ihnen Erfahrungen mit Kindern von Vorteil.
- Die Unterrichtszeit sollte bei jüngeren Kindern vier Stunden nicht überschreiten.
- Ein Einstufungstest sorgt dafür, dass Ihr Kind nicht über- oder unterfordert wird.
- Genügend Freizeit und Beschäftigung neben dem Unterricht.
- Ideal ist ein Camp für Kinder aller Nationen, so knüpfen die Kinder internationale Kontakte und sehen gleich den praktischen Nutzen der Fremdsprache: sich unterhalten zu können!
- Rund-um-die-Uhr-Betreuung, auch für die Eltern sollten die Veranstalter erreichbar sein.
- Spielerischer Einstieg für Lernanfänger. Sonst ist die Motivation gleich null.
Einen Vorteil eines klassischen Auslandsaufenthalts können Sprachferien in Deutschland bei älteren Kindern aber nicht bieten: das Eintauchen in eine fremde Kultur und ein erstes großes Abenteuer, auf sich allein gestellt zu sein.
Weiterführende Literatur
Terbeck, T.: Handbuch Fernweh: Der Ratgeber zum Schüleraustausch. 2009.




