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Kinder im Internet

Klare Regeln von Anfang an

Schon in der Grundschule werden Aufgaben verteilt, die eine Internetrecherche erfordern. Auch der Druck von Freunden, online aktiv zu sein, beginnt in diesem Alter. Je früher Ihr Kind Erfahrungen im Umgang mit dem Medium Internet und Computern sammeln kann, desto routinierter wird es die Möglichkeiten in sein Leben integrieren. Leider warten im Internet auch Gefahren, auf die Sie Ihr Kind gezielt vorbereiten sollten.

Nicht allein!

Am Anfang und im Grundschulalter sollten Sie Ihr Kind nicht alleine an den PC lassen. Tippfehler passieren schnell und schon landet Ihr Kind auf einer Internetseite, die es besser nicht sehen sollte. Außerdem muss der richtige Umgang mit dem Internet auch erst einmal angeleitet werden.

  • Informieren Sie sich vor einem ersten Internetkontakt Ihres Kindes über kindgerechte Angebote im Internet.
  • Machen Sie und Ihr Kind einen Internetführerschein.
  • Kindersuchmaschinen sind in der Regel sicher und helfen beim Einstieg. (www.fragfinn.de oder www.blinde-kuh.de). Auch Kinderfernsehsender halten einen kindgerechten Internetauftritt bereit.
  • Richten Sie auf Ihrem PC für jedes Familienmitglied ein Benutzerprofil ohne Administratorenrechte ein. Das begrenzt die Möglichkeiten der Internetnutzung und das Risiko, sich Schadprogramme einzufangen.

Wie sollte ein kindgerechtes Benutzerprofil aussehen?

Einstellen lässt sich dies einfach in der Systemsteuerung („Webeinschränkungen“) und im Browser (z. B. Internet Explorer, Firefox).

  • Welche Programme dürfen genutzt werden?
  • Wie lange darf gesurft werden? (Maximal 45 Minuten pro Tag für Grundschüler!)
  • Legen Sie Lesezeichen/Favoriten mit kindgerechten Seiten an, dann muss Ihr Kind die Adresse nicht tippen – und landet auf der richtigen Seite.
  • Richten Sie Ihrem Kind gleich zwei E-Mailadressen ein, die weder auf seinen Namen oder sein Alter hinweisen. Eine für die Freunde, eine andere für Gewinnspiele oder Newsletter.
  • Installieren Sie Kindersicherheitssoftware, die nicht erwünschte Seiten blocken kann. Manche Internet-Provider bieten diesen Service kostenlos oder als Bestandteil des Basispakets an. Einfach mal nachfragen!

Was können Sie noch tun?

Das beste ist, bei allen Maßnahmen, Ihrem Kind zu vertrauen und mit ihm gemeinsam klare Regeln für das Internet aufzustellen.

  • Niemals Fotos oder persönliche Daten an Fremde weitergeben.
  • Keine Mails von unbekannten Benutzern öffnen
  • Und vor allem: offen darüber sprechen, wenn Ihr Kind über das Internet belästigt wird. 

Weiterführende Literatur:

Brenn/Seidel/Reichardt/Siller: Internet-Führerschein für Kinder: Clever surfen - Infos finden - sicher chatten. 2011.

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