Masern sind eine hochansteckende Virusinfektion. Sie beginnen wie eine heftige Erkältung, ehe der typische Ausschlag auftritt. Da das Virus das Immunsystem enorm belastet, sind nachfolgende Lungenentzündungen o.ä. nicht selten. Gefürchtet ist die Gehirnentzündung durch das Masernvirus. Schlimmstenfalls können Masern sogar tödlich enden, auch wenn dies hierzulande dank guter Hygiene fast nie vorkommt. Kurz: Masern sind eine gefährliche Krankheit und vor allem vor ihrem Ausbruch hoch ansteckend - eine Impfung wird daher dringend empfohlen.
Mumps oder Ziegenpeter heißt eine schmerzhafte Entzündung der Speicheldrüsen in Mund und Ohr (Schwellungen). Die Erkrankung zeigt sich durch Unwohlsein verbunden mit Fieber. Typisch sind dicke Wangen und abstehende Ohrläppchen. Es können auch Schmerzen beim Kauen auftreten. In schweren Fällen kann das Mumpsvirus die Bauchspeicheldrüse und Schilddrüse befallen. Für Jungen in der Pubertät kann Mumps zur Hodenentzündung und schlimmstenfalls zur Sterilität führen. Inkubationszeit ca. 14 Tage. Ansteckungszeitraum eine Woche vor bis eine Woche nach dem Ausbruch. Eine besondere Therapie gibt es nicht.
Röteln, der Klassiker unter den Kinderkrankheiten, sind für die Kleinen harmlos. Häufig verläuft die Krankheit fast ohne Spuren. Etwa jedes zweite Kind macht die Röteln durch, ohne dass die Eltern etwas davon bemerken. Die Symptome gleichen denen einer leichten Erkältung, so dass sich das Kind nicht immer krank fühlt. Der rötlich-fleckige Hautausschlag zeigt sich auch nicht bei jedem Kranken. Für Schwangere hingegen sind Röteln gefährlich, wenn sie die Krankheit im Kindesalter nicht durchgemacht haben und auch nicht dagegen geimpft worden sind. Röteln können beim ungeborenen Baby zu Missbildungen führen. Um die Ansteckungsgefahr zu vermeiden, sollten Kinder dagegen geimpft werden.
So beugen Sie Kinderkrankheiten vor
- Fragen Sie nach Impfungen für die gefährlichsten Kinderkrankheiten und lassen Sie sich eingehend von Ihrem Kinderarzt bzw. Ihrer Kinderärztin beraten.
- Wenn Ihr Kind in den Kindergarten geht, achten Sie auf Aushänge, ob in der Gruppe Ihres Kindes eine Infektion vorliegt.
- Bei Verdacht auf eine Kinderkrankheit suchen Sie umgehend Ihren Kinderarzt auf, um die Erkrankung sicher diagnostizieren und entsprechend behandeln zu lassen.
- Informieren Sie den Kindergarten und Risikopersonen (Senioren, Schwangere). Erkundigen Sie sich, ob Sie selbst schon alle Kinderkrankheiten durchgemacht haben.
- Verwöhnen Sie Ihr krankes Kind. Schenken Sie ihm einfach Zeit und Zuwendung. Geben Sie ihm das Gefühl, dass Kinderkrankheiten zum Großwerden dazugehören.
Weiterführende Literatur
Cornelia Nitsch: Dr. Mama!: Das andere Buch der Kinderkrankheiten (2009)




