Kinder sind noch um einiges anfälliger für Ohrenschmerzen, weil die „Ohrtrompete“ (eustachische Röhre, die direkte Verbindung zwischen Ohr und Rachen) kürzer ist als die von Erwachsenen. Bakterien und Viren haben daher einen kürzeren Weg ins Ohr und lösen dort die gefürchtete Mittelohrentzündung aus, die außer Hörminderung, Schwindel, Fieber und Ohrgeräuschen vor allem starke Schmerzen erzeugen kann.
Mittelohrentzündung lässt sich leicht feststellen: Legen Sie ihre Zeigefinger hinter die Ohren ihres Kindes und drücken kurz und leicht auf die Vertiefung hinter der Ohrmuschel. Wenn der Druck richtig weh tut und der Schmerz sofort nach dem Loslassen wieder aufhört, dann steckt im Ohr ein Infekt.
Hausmittel Zwiebelsaft
Ohrenschmerzen treten zumeist abends oder nachts auftreten, wenn kein Arzt erreichbar ist. Dann gilt es, zunächst die Schmerzen zu lindern. Wer Medikamenten wie Paracetamol oder Ibuprofen aufgrund der jüngst diskutierten Nebenwirkungen nicht vertraut, kann es auch mit Zwiebelsäckchen versuchen. Zwiebelsaft wirkt desinfizierend und tötet die Bazillen, die für die Entzündungen im Ohr verantwortlich sind. Nicht umsonst wird Zwiebelsaft gegen Erkältungen b="" /> /> /> /> /> /> /> /> /> /> /> /> /> /> /> /> /> /> /> /> /> /> /> /> /> /> /> /> /> /> /> empfohlen.
Dieses alte Hausmittel besteht aus einem sauberen Baumwolltuch von Teebeutelgröße, das mit klein gewürfelten Zwiebelstückchen gefüllt ist. Möglichst sollte nur eine Stoffschicht zwischen Zwiebel und Ohr liegen. Klemmen Sie die Säckchen einfach unter ein Stirnband oder eine Mütze. Das Päckchen kann je nach Empfinden warm oder kalt aufgelegt werden. Sind die Schmerzen am nächsten Tag noch nicht besser geworden, sollten Sie einen Arzt aufsuchen.
Ein Arztbesuch ist notwendig, wenn
- die Schmerzen länger dauern und stärker werden,
- Fieber hinzukommt,
- eine Hörminderung eintritt,
- Ohrgeräusche und Schwindel auftreten,
- Selbstbehandlung keine Besserung bringt.
Eine rechtzeitige Behandlung kann helfen, bleibende Schäden zu vermeiden. Denn nicht alle Ohrenschmerzen kommen tatsächlich aus den Gehörgängen: Auch Erkrankungen der Zähne, des Kiefergelenkes oder des Mund- und Nasenbereiches können dahinter stecken. Auch deshalb ist es wichtig, die Ursachen für die Ohrenschmerzen von einem Kinderarzt untersuchen zu lassen.
Weiterführende Informationen:
Sven Sommer: Homöopathie für Kinder (2009)




