10.02.2010

Rückenschmerzen durch Schultornister?

Haltungsschwäche meiden durch richtigen Ranzen

Alle Jahre wieder wiederholen sich die Meldungen über Haltungsschwächen und Rückenschmerzen bei Schulkindern. Als Ursachen hierfür gelten mangelnde Bewegung und zu schwere Schulranzen, die falsch getragen werden. Doch für einen gesunden Rücken Ihres Kindes können Sie etwas tun.

Das Knochengerüst von Kindern ist noch nicht ganz ausgebildet. Um Schädigungen des Muskel-Skelett-Systems zu vermeiden, sollten Sie beim Kauf des Schulranzens eine Checkliste abhaken. Denn ein rückenverträglicher Tornister lässt sich an seiner Ausstattung erkennen.

  • Der ideale Schultornister sollte leer nicht mehr als 1200 Gramm wiegen. Das Volumen sollte bei rund 20 Litern liegen.
  • Nehmen Sie Ihr Kind zum Ranzenkauf mit, auch wenn der Ranzen ein Geschenk ist. Die Rückwand sollte nach außen gepolstert sein und sich dem Rücken Ihres Kindes anpassen. Achten Sie auf längenverstellbare Gurte, die extra gepolstert und mindestens fünf Zentimeter breit sind. Die Ranzenbreite sollte der Schulterbreite Ihres Kindes entsprechen, der obere Rand mit der Schulterhöhe abschließen.
  • Reflektoren und Leuchtstreifen sind für die Verkehrssicherheit Pflicht und können von noch so grellbunten Neonmotiven auf dem Stoff nicht ersetzt werden.
  • Ein Hilfsmittel bei der Suche ist das GS-Zeichen 58124. Es weist auf Mindeststandard geprüfte Modelle hin.

Richtig Einpacken und Ablegen

Selbst der leichteste Schultornister wird zu schwer, wenn er überfüllt ist. Deshalb sollten Sie das Gewicht des gefüllten Ranzens regelmäßig kontrollieren – am besten, indem sie ihn abends gemeinsam mit Ihrem Kind packen. Legen Sie nur die Hefte und Bücher in den Tornister, die Ihr Kind am nächsten Tag in der Schule benötigt. Ein gepackter Tornister sollte 10% des Körpergewichts Ihres Kindes nicht überschreiten. Fragen Sie in der Schule nach Ablagemöglichkeiten, wo die Kinder Materialien aufbewahren können.

Bewegung ist die beste Medizin

Um Rückenschmerzen und Haltungsschäden bei Kindern zu vermeiden, ist Bewegung die beste Medizin. Hierzu gehört sportliche Betätigung ebenso wie Begrenzung der Bequemlichkeit. Fragen Sie den Sportlehrer nach entsprechenden Übungen im Sportunterricht und fördern Sie jeden Drang Ihres Kindes, sich auszutoben.

Weiteführende Literatur:

 

Larsen, C./Miescher, B./Dommitzsch, D.: Starker Rücken - starkes Kind: 32 spielerische Übungen auch für kleine Bewegungsmuffel. 2009.
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