Eine entspannte Zeit
Gerade das letzte Jahr im Kindergarten ist oft eine besonders unbeschwerte Zeit. Dafür gibt es mindestens drei Gründe:
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Ganz groß …
Ihr Kind gehört jetzt schon zu den Großen. Es kennt sich mühelos aus, kann kleineren Kindern helfen und fühlt sich entsprechend selbstbewusst. -
Ganz stolz …
Ihr Kind freut sich vermutlich sehr auf sein neues Leben als Schulkind. Noch lastet keine Verantwortung auf ihm. Viele Fünfjährige können schon Dinge, die sie noch gar nicht können müssten. -
Ganz ruhig …
Ihr Kind hat seine Trotzphase nun weitestgehend überwunden. Auch von dieser Seite herrscht also Entwarnung.
Nutzen und genießen Sie diese Zeit mit Ihrem Kind, indem Sie die Verbindung zu Ihrem Kind intensivieren und ihm zuhause kleine Aufgaben zuteilen, die es selbstverantwortlich lösen darf und sollte. So wächst parallel zu seinem Status in der Kindertageseinrichtung auch sein Status zu Hause.
Förderung im letzten Kindergartenjahr
- Achten Sie auf eine vielfältige, möglichst breit angelegte Förderung der Fähigkeiten Ihres Kindes, aber überfordern Sie es nicht. Der Spaß sollte beim allem im Vordergrund stehen. Der „Ernst des Lebens“ beginnt noch früh genug.
- Unterstützen Sie den Kontakt Ihres Kindes zu Gleichaltrigen, die in dieser Phase seiner Entwicklung immer wichtiger werden. Achten Sie insbesondere darauf, sich nur in absoluten Ausnahme- bzw. Notfällen (z. B. wenn eines der Kinder gewalttätig wird) in deren Umgang miteinander einzumischen. Ihr Kind muss lernen, sich selbst durchzusetzen und Rücksichten zu nehmen.
- Sorgen Sie dafür, dass Ihr Kind an allen zentralen Aktivitäten, die speziell für seine Altersklasse angeboten werden (z. B. eine „Abschiedsübernachtung“), auch tatsächlich teilnimmt. So fühlt es sich als Mitglied einer Gruppe.
- Erkundigen Sie sich bei den Erzieherinnen und Erziehern in der Kindertagesstätte etwa ein halbes Jahr vor der geplanten Einschulung, wie sich Ihr Kind aus deren Sicht in den letzten Jahren entwickelt hat. Die meisten Einrichtungen bieten einen solchen „Elternsprechtag“ ohnehin regelmäßig an.
Miteinander reden!
Beschäftigen Sie sich zusammen mit Ihrem Kind schon einmal gedanklich mit der bevorstehenden Schulzeit. Worauf freut sich Ihr Kind, wovor hat es vielleicht Angst? Beobachten Sie Ihr Kind im Hinblick auf die vier wichtigsten Entwicklungskriterien für die Schulfähigkeit (Sprache, Grob- und Feinmotorik, Intelligenzentwicklung und sozial-emotionale Fähigkeiten). Legen Sie nicht zu enge Maßstäbe an und drohen Sie nie mit der Schule: Sätze wie „Wenn Du ... nicht langsam lernst, klappt das mit der Schule nicht!“ sollten tabu sein.
Weiterführende Literatur:
Heidrun Bründel: Wie werden Kinder schulfähig? Was der Kindergarten leisten muss. 2008.




