Warum verhalten sich Kinder im Straßenverkehr anders als Erwachsene?
- Aufgrund ihrer geringen Körpergröße sind Kinder oft nicht in der Lage, sich sicher genug im Straßenverkehr zu bewegen. Sie können nicht über parkende Autos hinwegsehen und den Verkehr überblicken. Sie werden auch schlechter von anderen Verkehrsteilnehmern gesehen.
- Sie unterscheiden nicht zwischen Sehen und Gesehen werden. Wenn sie ein Auto sehen, glauben sie, dass sie vom Autofahrer auch gesehen werden.
- Kinder machen kleinere Schritte als Erwachsene und brauchen häufig mehr Zeit zum Überqueren einer Straße.
- Es fällt ihnen schwer, Geräusche genau zu orten. Sie können selten rechtzeitig hören, aus welcher Richtung die Autos kommen.
- Kinder können weder die Entfernung noch Geschwindigkeit richtig abschätzen. Ihnen ist nicht bewusst, dass Autos einen Bremsweg haben.
- Beim Laufen können Kinder nicht so gut nach links und rechts schauen. Herankommende Autos bemerken sie erst spät.
- Sie sind spontan in ihren Handlungen. Wenn auf der anderen Seite die Eltern oder ein Schulkamerad steht, rennen sie oft einfach los.
Eltern sollten Vorbild sein
- Bringen Sie Ihrem Kind rechtzeitig vor Schulbeginn die wichtigsten Verkehrsregeln bei.
- Überqueren Sie gemeinsam die Straßen nur an den sichersten Stellen, die gut einsehbar sind, auch wenn Sie dafür einen kleinen Umweg in Kauf nehmen müssen. Am Zebrastreifen so lange stehen bleiben, bis Sie Blickkontakt mit dem Autofahrer aufgenommen haben. Erst danach die Straße überqueren.
- Bevor Sie eine Straße überqueren, halten Sie am Bordstein an, schauen Sie nach links, rechts und wieder links. Achten Sie immer darauf, dass Ihr Kind die Straße auf dem kürzesten Weg überquert.
- Üben Sie gemeinsam den Weg zum Kindergarten, zu Freunden oder zur Schule. Machen Sie auf die Gefahren aufmerksam.
- Geben Sie Ihrem Kind genügend Zeit für den Weg. Stress und Eile sind gefährlich und können zu spontanen Reaktionen führen.
- Ziehen Sie Ihrem Kind helle Kleidung an. Reflektoren an Anorak oder Tornister sorgen für zusätzliche Sicherheit.
- Beobachten Sie Ihr Kind im Straßenverkehr. Hält es sich an den vereinbarten Weg? Geht es alleine oder zusammen mit Freunden? Beachtet es die wichtigsten Verkehrsregeln? Greifen Sie ein, wenn Sie das Gefühl haben, dass sich Ihr Kind unsicher im Straßenverkehr bewegt.
- Schulanfänger sollten noch nicht mit dem Rad zur Schule fahren. Später auch nur dann, wenn dies auf verkehrsberuhigten Wegen möglich ist.
Weiterführende Literatur:




