Gerade wenn es um Kinderspielzeug geht, sollten Eltern beim Kauf auf Qualität achten. Besonders dann, wenn die Kinder noch klein sind und die Spielsachen nicht in genau derselben Weise verwendet oder "bespielt" werden, wie vom Hersteller ursprünglich gedacht.
Selbst testen: Eltern sollten vor dem Kauf das Spielzeug selbst in die Hand nehmen, daran riechen und schütteln, um sich selbst ein Bild von der Qualität zu machen. Für Weihnachtseinkäufe eignen sich Einzelhandelsgeschäfte besser als das Internet.
Testergebnisse: Es ist ratsam, sich vor dem Kauf über Testergebnisse zu informieren. Stiftung Warentest veröffentlicht regelmäßig die Testergebnisse in einer Zeitschrift. Auch die Verbraucherzentralen helfen gerne weiter.
Verarbeitung: Kann man sich an dem Spielzeug die Finger klemmen oder quetschen? Hat es scharfe Kanten oder spitze Ecken? Sind Kleinteile an Kleinkinderspielzeug ablösbar, die aus Versehen verschluckt werden können? Ist die Oberfläche bei Holzspielzeug glatt, oder lösen sich Holzsplitter? Wenn ja – Hände weg!
Textilien: Achten Sie auf Textilsiegel und waschen Sie die Spielzeuge vorm ersten Gebrauch oder Beschmusen. So können Sie wenigstens versuchen, Schadstoffe aus Färbe- und Imprägnierungsmitteln weitestgehend zu entfernen. Schnüre, an denen sich Ihr Kind strangulieren könnte, sollten Sie entfernen.
Kleber und Farben: Kaufen Sie lieber Vollholzspielzeug als Spielsachen, die geleimt oder geklebt wurden, um Ihr Kind vor den zum Teil gesundheitsgefährdenden Klebstoffen zu schützen. Naturholz ist besser als bemaltes, weil die Farben häufig schädliche Substanzen enthalten, die zu Vergiftungen führen können. Wenn beim Rubbeln mit feuchtem Finger Farbe daran bleibt, sollten Sie die Finger von dem Spielzeug lassen.
Kunststoffe: Plastikspielzeug sollte nicht aus PVC bestehen, das häufig schädliche Weichmacher enthält. Spielwaren aus ABS-Kunststoff sind unbedenklich.
Geräusche: Auch eine harmlose Kinderrassel kann gesundheitsgefährdend sein. Wenn Sie die Geräusche als zu laut empfinden, sollten Sie die Finger davon lassen. Kinderohren sind noch empfindlicher.
Billigspielzeug: Hier ist besondere Vorsicht geraten, da günstige Spielsachen oftmals schlechter verarbeitet und damit weniger sicher sind. Hier ist die Gefahr vorhanden, dass die Prüfsiegel gefälscht sind. Das GS-Siegel ist immer mit dem Zeichen des jeweiligen Prüfinstituts angebracht, sonst ist es gefälscht.
Prüfsiegel: Hierzulande geben verschiedene Prüfsiegel Aufschluss über vertrauenswürdiges Spielzeug. Zu den bekanntesten und wichtigsten gehören das GS-Zeichen, Proof-Zeichen und "LGA Tested Quality"-Zertifikat. Das VGE-Siegel zeichnet Elektrospielzeug aus. Das Gütesiegel "Spiel gut" und "Der blaue Engel" stehen für umweltfreundliche und sichere Produkte.
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