25 % entfallen dabei auf berufsbildende und 75 % auf allgemein bildende Privatschulen. Im europäischen Vergleich holt Deutschland auf. Mittlerweile besuchen rund acht Prozent aller Schüler hierzulande eine Privatschule.
Besonderheiten von Schulen in freier Trägerschaft
Privatschulen müssen für alle zugänglich sein und sind genehmigungspflichtig. Ihre Entstehungsgeschichte ist die konsequente Fortsetzung einer Schulentwicklung, die vor gut 100 Jahren mit der Reformpädagogik in der Gründung der ersten deutschen Internate in freier Trägerschaft begann. Heute können Sie Privatschulen bereits unter allen Schulbereichen finden. Dabei müssen Sie zwischen „anerkannten“ und „genehmigten“ Ersatzschulen unterscheiden, weil nur die allgemein bildenden Schulen staatliche Abschlüsse selbst vergeben dürfen.
Die Höhe des Schulgeldes ist ein heißdiskutiertes Thema. Einige Eliteschulen verlangen monatlich bis zu 1.000 Euro Schulgeld. Spitzenbeträge bis zu 2.500 Euro wie bei Schloss Salem sind die Ausnahme. Die meisten Privatschulen liegen weit darunter, zumal auch von den Eltern nicht gleichzeitig eine Internatsunterbringung gewünscht ist. Da allgemein bildende Schulen staatliche Finanzausgleiche erhalten, dürfen sie nur „sozial“ verträgliches Schulgeld erheben. Eltern müssen hier nur den Fehlbetrag zu den staatlichen Zuschüssen als Schulgeld zahlen. Mit Stipendien, Geschwisterermäßigungen und nach Einkommen gestaffeltem Schulgeld ist es Ihnen jedoch möglich, soziale Härten abzumildern.
Vorteile von Privatschulen
Freie Bildungsangebote, von denen ständig neue entstehen, bieten Ihrem Kind hervorragende Bildungsstandards, zeitgemäße Bildungsansätze, kleine Klassen, Ganztagsbetreuung, Mehrsprachigkeit, sinnvolle Verhaltensstandards und Zusatzangebote, z. B. Nachhilfe, Arbeitsgemeinschaften, Praktika, „Debating“, Schüleraustausch etc. Privatschulen können die speziellen Neigungen und Anlagen Ihres Kindes wesentlich optimaler entwickeln.
Privatschulen arbeiten eigenständig und können sich schneller an neue Entwicklungen anpassen. Sie verfolgen fachliche Schwerpunkte (musische, fremdsprachliche, sportliche) oder spezielle Konzepte (Waldorfschule, Montessori-Pädagogik, Internatsgymnasien mit IB, International Baccalaureat). Da sie als Wirtschaftsbetrieb arbeiten, sind sie auf die Zufriedenheit ihrer Schüler angewiesen und ihnen gegenüber viel mehr in der Pflicht, als es bei öffentlichen Lehrern der Fall ist. Dies erklärt ihr besonderes Engagement und den Erfolg.
Weiterführende Informationen




