- Zunächst sollten Sie erst einmal Ihr Kind fragen, was es gerne tun möchte. Häufig sind die Entscheidungen auch davon mitgeprägt, welche Freunde oder Freundinnen dabei sind. Insofern ist die Frage zwar wichtig, die Antwort aber vielleicht mit Vorsicht zu genießen.
- Prüfen Sie, welche Sportmöglichkeiten überhaupt in Ihrer Nähe angeboten werden, damit ihr Kind auch alleine zum Training gehen kann. Achten Sie darauf, dass der Verein die anvisierte Sportart für mehrere Altersstufen anbietet. So kann Ihr Kind im Verein tatsächlich groß werden.
- In den ersten Jahren hängt der Spaß für Ihr Kind und damit seine Bereitschaft, bei der Stange zu bleiben, ganz maßgeblich von der Person des Übungsleiters ab. Besuchen Sie Schnupper- oder Probestunden und schauen Sie sich die Übungsleiter genau an.
- Charakteristisch für Kinder ist das so genannte „Wechselfieber“, d.h. der Wunsch, immer wieder Neues auszuprobieren. Das ist ganz normal und sollte nicht als Ziellosigkeit ausgelegt werden.
Welche Sportarten sind sinnvoll?
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Fußball und Handball
Vor allem für Jungen, die ohnehin keinen Schritt freiwillig ohne Ball tun, ist der Verein eine tolle Sache. Sie lernen nicht nur den richtigen Umgang mit dem Ball, sondern bekommen meist auch noch viele Freunde dazu. Als Mannschaftssport lernen die Kinder hier gutes Sozialverhalten. Allerdings kann der Sport auch zur echten Wochenendplage werden, wenn nämlich jeden Samstag ein Spiel ansteht und der gesamte Wochenendablauf vom Verein diktiert wird… -
Ballett
Was für Jungen der Fußball, ist für viele Mädchen das Ballett (Ausnahmen bestätigen die Regel!). Mittlerweile gibt es viele gute Tanzschulen und Studios, die sich tatsächlich auf die verschiedenen Bewegungsabläufe und die Einfühlung in die jeweilige Musik konzentrieren. Als Eltern brauchen Sie übrigens keine Angst zu haben vor zu viel Drill. Anfangs ist ein Üben an der Stange gar nicht angesagt und Spitzentanz ist für die noch zu biegsamen Füße ohnehin tabu. -
Turnen
Kinderturnen hat zunächst nur wenig mit Geräteturnen gemeinsam, eher werfen sich die „Athleten“ nach einem Balanceakt auf einer hochgebockten Bank mit viel Spaß auf eine Hochsprungmatte. Doch auch schon hier lernen die Kinder eine Vielfalt von Bewegungsformen, die besonders gut sind für spätere sportliche Aktivitäten. -
Schwimmen
Beim Schwimmen werden alle Muskelgruppen vergleichsweise gleichmäßig trainiert und die Verletzungsgefahr ist sehr gering. In den ersten Jahren ist Schwimmen eher ein Sport, den Kinder alleine ausüben können. Insofern steht hier weniger das soziale Miteinander im Vordergrund als die individuelle Leistung im Becken. -
Judo, Karate etc.
Kräfte messen, toben, prüfen, wer der Überlegene ist - die Kinder lernen ganz nebenbei, dass eher Technik und Fairness zum Ziel führen als reine Kraft. Und die Eltern sind häufig froh über das größere Selbstbewusstsein ihrer Kinder.
Weiterführende Literatur:
Frank, G./Eckers, B.: Erfolgreiche Bewegungsförderung für Kinder. 2007.




