Das Wichtigste in dieser Situation ist es, Rückhalt zu finden und nicht ganz alleine bleiben zu müssen. Schließlich ist die Schwangerschaft für eine Frau nicht nur eine freudige Zeit, sondern kann durch gesundheitliche Einschränkungen oder auch Ängste schwierig werden.
Ist der Partner weg, sollten Sie sich erst einmal mit elementaren Fragen befassen:
- Wie verändert sich Ihre finanzielle Lage? Können Sie die Kostenbelastung, die ein Kind mit sich bringt, alleine stemmen?
- Wie kann es beruflich als Alleinerziehende weitergehen? Gibt es Betreuungsmöglichkeiten, die flexibel genug sind, sich mit Ihrem Job vereinbaren zu lassen?
- Kommen Sie alleine mit eventuellen Komplikation während der Schwangerschaft zu recht? Gibt es jemanden zum Händchen-Halten?
- Mit wem können Sie offen und frei über Ihre Sorgen und Nöte sprechen, wo Anlehnung und Unterstützung finden?
Stecken Sie nicht den Kopf in den Sand!
Auch wenn nach dem Verlust des Partners eine Schwangerschaft nicht unbedingt leichter ist, ist es wichtig für das Kind, dass Sie versuchen, optimistisch zu bleiben und sich nicht von Sorgen erdrücken zu lassen.
- Suchen Sie sich professionelle Hilfe. Sozialberaterinnen bei den Wohlfahrtsverbänden können Ihr Problem sachlicher sehen und darauf eingehen, haben viel Erfahrung, die sie in allen Lebenslagen weitergeben können. Hier wird niemand verurteilt, die künftigen Alleinerziehenden erfahren keine Ablehnung, sondern sachliche Unterstützung. Die Beratung ist ein erster wichtiger Schritt, sich der neuen Situation zu stellen.
- In der Beratung gibt es auch zuverlässige Information, z.B. zu finanziellen Unterstützungsmöglichkeiten.
- Suchen Sie Kontakt zu anderen schwangeren Frau, die in der gleichen Situation stecken. Hier finden Sie eine sehr persönliche Austauschebene und auch das Gefühl, nicht alleine zu sein. Kontakt finden Sie in Geburtsvorbereitungskursen oder auch speziellen Gruppen für Alleinstehende in der Schwangerschaft. Es gibt z.B. offene Frühstücksrunden oder auch Müttercafés in lokalen Krankenhäusern. Ihr Frauenarzt, das Jugendamt oder die sozialen Beratungsstellen haben sicherlich Informationen.
Der heikelste Punkt
Die heikelste Frage ist aber wohl die, wie Sie mit Ihrem Ex-Partner umgehen wollen. Grundsätzlich sollten Sie sich klar machen, dass sowohl Vater als auch Kind das Recht haben, einander zu sehen und kennen zu lernen, gleichgültig, was zwischen den Eltern passiert ist. In welchem Maß der Umgang ablaufen soll, müssen Sie mit Ihrem Ex-Partner besprechen.
Weiterführende Literatur




