Es liegt jetzt an Ihnen, Ihren Partner ganz bewusst in diese Zeit einzubeziehen. Viele Männer fühlen sich in den Wochen der Schwangerschaft etwas ausgegrenzt - sie selbst fühlen nicht die körperlichen Veränderungen, die ihre schwangere Frau erlebt. Sie spüren nicht die ersten Bewegungen, die Hochs und Tiefs, die Sie dabei bewegen. Lassen Sie Ihren Partner ruhig an all diesen Vorgängen teilhaben.
- Reden Sie von Beginn der Schwangerschaft an mit Ihrem Partner über die kommende, gemeinsame Zeit mit Ihrem Kind. So kann auch er sich emotional und mental darauf einstellen - wird es ein Junge, dann träumt er vielleicht schon vom Fußballspielen. Ein Mädchen wird vielleicht seinen Beschützerinstinkt wecken.
- Zeigen Sie ihm die ersten Veränderungen Ihres Körpers: Er wird es gern sehen und fühlen, wie sich beispielsweise Ihr Bauch langsam rundet. Verpassen Sie nicht, Ihren Partner die ersten Bewegungen des Babys spüren zu lassen. Die ersten Kindsbewegungen werden bei Ihrem Partner sicher starke Emotionen und ein "Wir"-Gefühl hervorrufen.
- Verschweigen Sie ihm aber auch nicht die körperlichen Schwierigkeiten, die mit zunehmender Schwangerschaft eintreten. Die meisten Partner "opfern" sich gern für Sie und greifen Ihnen gern unter die Arme.
- Auch wenn Sie sich einmal weniger gut fühlen, sollten Sie immer daran denken, dass eine Schwangerschaft keine Krankheit ist - quälen Sie ihn nicht mit ständigen Zipperlein, sondern sagen Sie ganz konkret, warum Sie das eine oder andere zurzeit nicht machen können.
- Verbringen Sie möglichst viel Freizeit mit Ihrem Partner, lassen Sie ihm jedoch auch Raum für sich selbst. Neben seiner Arbeitszeit und der Zeit mit Ihnen benötigt er auch Augenblicke für sich.
- Gewinnen Sie Ihren Partner für den gemeinsamen Besuch des Geburtsvorbereitungskurses. Dieser Kurs wird Ihnen helfen, die Angst vor der Entbindung zu verringern. Geben Sie Ihrem Partner durch seine Teilnahme die Möglichkeit, Ihnen bei den Übungen Hilfestellungen zu geben - entspannen Sie gemeinsam, konzentrieren Sie sich auf die Atmung und das Kind.
- Nähert sich die Schwangerschaft dem Ende, sollten Sie gemeinsam mit Ihrem Partner die ersten Sachen für Ihr Baby einkaufen. Schauen Sie auch mal, welche Dinge seine besondere Beachtung finden und beziehen Sie diese in Ihre Kaufentscheidung ein.
- Steht der Geburtstermin kurz bevor, können Sie gemeinsam mit Ihrem Partner den Klinikkoffer für die Entbindung im Krankenhaus packen. Wenn die ersten Wehen beginnen und er Sie begleitet, wird er sicher und beruhigt sein, dass Sie auch alles Notwendige bei sich haben.
- Bieten Sie Ihrem Partner an, bei der Geburt dabei zu sein, aber bestehen Sie nicht darauf.
- Genießen Sie gemeinsam die letzten Wochen zu zweit. Gehen Sie ins Kino oder Theater, laden Sie Freunde ein oder verreisen Sie für ein Wochenende. Ist das Baby erst einmal da, bleibt kaum noch Zeit für gemeinsame Unternehmungen.




