16.11.2009

Schwangerschaftsgymnastik

Für Entspannung in der Schwangerschaft

Während der Schwangerschaft leistet Ihr Körper Schwerstarbeit. Durch die zunehmende Körperfülle kann es zu Verspannungen, Fehlhaltungen und Versteifungen der Muskulatur kommen. Mit speziellen Schwangerschaftsgymnastik-Übungen können Sie Ihren Körper entspannen und gezielt auf die Geburt vorbereiten.

Wenn Sie sich während Ihrer Schwangerschaft regelmäßig bewegen, tut das auch Ihrem Baby gut. Es wird mit zusätzlichem Sauerstoff versorgt, der seinen Stoffwechsel antreibt. Die sanften, gleichmäßigen Bewegungen wirken zudem beruhigend auf Ihr Kind.

Wann beginnen?

Beginnen Sie im Idealfall mit der Schwangerschaftsgymnastik, sobald Sie wissen, dass Sie schwanger sind. Auch wenn Sie etwas später beginnen oder sogar erst gegen Ende der Schwangerschaft damit starten, kann das noch von großem Nutzen sein. Sie können sich dazu entweder in einem speziellen Kurs anmelden oder einzelne Gymnastikübungen zu Hause absolvieren.

Da das Gewicht Ihres Babys die Beckenbodenmuskulatur belastet, ist es besonders wichtig, dass Sie diese in der Schwangerschaft kräftigen. Spezielle Beckenbodenmuskulatur-Übungen helfen Ihnen, das Gewicht Ihres Babys und der Gebärmutter zu tragen und den Harndrang unter Kontrolle zu halten. Erkundigen Sie sich bei Ihrer Hebamme nach speziellen Übungen zur Kräftigung der Beckenbodenmuskulatur.

Worauf ist zu achten?

  • Tragen Sie bequeme Kleidung.
  • Machen Sie Ihre Übungen in einem Raum, in dem Sie ungestört sind.
  • Absolvieren Sie möglichst jeden Tag Ihre Übungen, mindestens aber zwei Mal in der Woche. Je mehr Zeit Sie für die Übungen aufbringen, umso schneller machen Sie Fortschritte.
  • Suchen Sie sich eine bestimmte Tageszeit aus oder verteilen Sie die Übungen auf morgens und abends.
  • Essen Sie nicht unmittelbar vor den Übungen. Es ist gesünder mit einem leeren Magen zu trainieren und dann eine halbe Stunde nach der Gymnastikstunde zu essen. Oder Sie essen etwa eine Stunde vorher eine leichte Mahlzeit.
  • Legen Sie sich eine Gymnastikmatte auf den Boden.
  • Wärmen Sie Ihren Körper zu Beginn auf.
  • Starten Sie vorsichtig und beachten Sie die Anweisungen für Anfängerinnen.
  • Die Gymnastik-Übungen sollten nie Schmerzen verursachen oder zu Schwindel, Übelkeit oder Atemnot führen. Sollten Sie Schmerzen verspüren oder kurzatmig werden, brechen Sie die Übungen ab.
  • Beginnen Sie jede Übung, indem Sie einige Minuten lang tief durchatmen.
  • Trinken Sie ausreichend.

Auch die gewissenhafteste Schwangerschaftsgymnastik kann natürlich nicht garantieren, dass Ihre Geburt weniger schmerzhaft sein wird. Sie ist in jedem Fall eine gute Geburtsvorbereitung.

Weiterführende Literatur:

Fehrenbach, L.: Schwangerschaftsgymnastik. 2007.

 

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